Und weiter gehts: Bevor ich zur Landung ansetzen und Bewerbungen in die Welt hinaus schicken kann: Mein Prof in Braunschweig hat mir heute nochmal angeboten bei ihm ein wenig zu arbeiten, mit der berüchtigten Möglichkeit zur Promotion. Klingt ja ganz gut, aber vielleicht will ich ja lieber einen verantwortungsvollen Job in der Industrie? Aber vielleicht krieg ich ja gar keinen? Schwierige, schwierige Entscheidungen stehen da ins Haus - Entscheidungen, die alleine zu treffen schon schwierig wären.
tja, da hab ich wohl ganz vergessen, dass ich extra ein Weblog eingerichtet habe, um den Leuten zu berichten, was mir denn so passiert. Eigentlich war es ne ganze Menge, aber ich kann das jetzt leider nicht mehr irre spannend und kochend heiß erzählen, weil es ja schon bis zu zwei Wochen her ist... also kommt hier nur der informative Abriss.
Das letzte Wochenende in Eindhoven begann mit einer langen Nacht am Freitag abend mit einer Graduations- und einer 70s Party, und einem sehr fröhlichen Simon, der endlich wieder einmal ein wenig feiern durfte nach allen Strapazen. Dies sei offiziell der letzte abend gewesen, denn es war der schönste, und so habe ich mich auch dann von allen verabschiedet, obwohl ich einigen während des Wochenendes noch mehrfach begegnet bin. Sich zweimal von Leuten zu verabschieden, die einem doch ans Herz gewachsen sind, machts natürlich auch nicht einfacher.
Das weitere Wochenende war von Packen und letzten Erledigungen dominiert. Die Abschiedsfahrt Richtung Köln war dann schon nicht mehr so wild, schließlich konnte ich Eindhoven ja nicht im Rückspiegel sehen. Das Auto war wieder Unterkante Oberlippe, wie sich das gehört.
Am Montag in Köln wurde ich wieder zum deutschen Mitbürger - das letzte halbe Jahr habe ich ohne gültigen Perso verbracht (alles was ich hatte war ein temporärer Reisepass, der jetzt auch abgelaufen ist... aber gut, dass die die holländische Grenze so schlecht kontrollieren). Offiziell bin ich jetzt Kölner.
Damit ist die Geschichte auch schon zu Ende. Die letzte Woche habe ich zu absteigende Anteilen in Göttingen, Braunschweig, irgendwo dazwischen und in Lübeck verbracht. Habe ich erwähnt, dass ich an der abgegebenen Diplomarbeit noch heimlich was nachbessern werde? Nein, gut, das ist ja auch geheim. Letzte Woche habe ich eh noch nichts daran gedreht.
Auch das Praktikum neigt sich bald dem Ende. Im wesentlichen ist es nur noch diese Woche. Aber mein Betreuer hier kommt am 25.10. noch einmal nach Brauschweig das IDA besuchen. Und eigentlich endet das Praktikum erst dann.
Morgen darf ich nochmal alles ein wenig praesentieren, 1,5h Stunden... da redet man sich glaube ich ganz schoen den Mund fusselig. Ausserdem will alles noch ordentlich schriftlich zusammentragen werden, damit die Leute hier was mit nach Hause nehmen koennen. Sonst waer in ein paar Wochen ja alles vergessen (aber das ist es wahrscheinlich ohnehin...)
Ihr merkt schon, ich bin ein wenig melancholisch aufgrund des Abschieds. Am Wochenende heisst es dann wohl Abschied nehmen von den netten leuten der letzten 6 Monate ("Well, have a nice life). Vielleicht nochmald die in letzter Zeit ausgesetzten Parties ein bisschen nachholen, oder einfach... einfach nur schlaafen... Und dann halt Packen und Umziehen, aber ich glaube, dass wird diesmal nicht wieder so ein Stress wie seinerzeit im Affenfelsen. Hab ja extra kein Tuennef mehr gekauft. Zweimal fahren muss ich wohl trotzdem.
Freudig stimmt mich hingegen vor allem der Gedanke daran, bei Verena unterzukommen, und - irgendwann - endlich einmal alles abfallen zu lassen, was sich so seit dem letzten Jahr angesammelt hat. Wenigstens habe ich damals den Sommer schoen genossen. Das war klug, denn vom Sommer dieses Jahr habe ich so gut wie nichts mitbekommen.
Aber jemand, der wegen des guten Wetters nach Eindhoven kommt, der trinkt auch Bier wegen des Koffeins.
Am Wochende wieder Orientierungslauf gelaufen. Wieder ersten Post nicht gefunden, wieder ewig gebraucht. Locker 2h15 diesmal. Drittletzter. Aber ich arbeite dran, angeblich gibts das Zeug auch in Deutschland. Koennte was sein fuer mich; ich glaube der Trieb wild durch den Wald zu rennen ist seit Indiana Jones I tief in mir verwurzelt.